Neues REX-Verfahren: werden Ursprungszeugnisse Form A noch akzeptiert?

Das durch die Europäische Union zum 1. Januar 2017 neu eingeführte REX-Verfahren im Präferenzsystem bringt einige Änderungen mit sich. Überprüfen Sie, ob die üblichen Ursprungsnachweise Form A für Ihre Sendung(en) noch akzeptiert werden!

Im Zuge der Umsetzung des REX-Verfahrens werden die üblichen Ursprungsnachweise für die betroffenen Länder sukzessive durch eine Erklärung des Ausführers zum Ursprung der Ware ersetzt. Einige Länder, wie z.B. Indien und Pakistan, haben schon mit der Registrierung im REX-Verfahren begonnen. Für Importe aus diesen Länder gilt ab dem 1. Januar 2017, dass die üblichen Ursprungszeugnisse Form A nur noch für die Sendungen mit einem Warenwert von mehr als  EUR 6.000,- anerkannt werden, vorausgesetzt dass der Ausführer sich noch nicht im REX-System registriert hat. Die deutsche Zollverwaltung weist explizit darauf hin, dass die Ursprungszeugnisse Form A aus den betroffenen Ländern für die Sendungen mit einem Warenwert von unter EUR 6000,- nicht mehr als Präferenznachweis akzeptiert werden.

Auch für die Ausfuhren aus Deutschland darf ein noch nicht registrierter EU-Ausführer eine Warenverkehrsbescheinigungen EUR. 1 nur beantragen, wenn der Warenwert EUR 6.000,- übersteigt - ansonsten ist eine Erklärung zum Ursprung auszustellen.

Die o.g. Regelungen gelten übergangsweise bis zum 31.12.2017 - bis zu diesem Zeitpunkt müssen sich alle betroffenen Exporteure in der EU bzw. in den teilnehmenden Drittländern sich registriert haben. Weitere begünstigte Drittländer werden in den Jahren 2018 und 2019 mit der Registrierung im REX-Verfahren beginnen.

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema? Sprechen Sie uns an!

Andrey Altbregin, Leiter Prozessmanagement
Tel. +49 40 374933-32, E-Mail altbregin(at)seabridge.de